Mit Alexander Peters in Hagen unterwegs

Heute widme ich mich ausnahmsweise meiner eigenen Heimatstadt. Statt NRW zu durchwandern, habe ich mich dieses Mal nur vor die Haustüre begeben und das mir vertraute Hagen genauer angeschaut. Viele Menschen meiner Generation verbinden meine Heimatstadt vor allem mit der Neuen Deutschen Welle. Als Ursprungsort von Nena, Extrabreit und einigen mehr, bekam das Tor zum Sauerland vor allem in den achtziger Jahren viel Aufmerksamkeit. Daneben ist die Stadt durch ihre bekannte Fernuniversität populär. Aber auch jenseits von Popmusik oder Weiterbildung lohnt ein Besuch dieser schönen Stadt im Südosten des Ruhrgebiets. Mit 260 Jahren ist Hagen zwar noch recht jung, lockt aber mit einer ganzen Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten.

So zum Beispiel das Osthaus Museum Hagen: Wer sich für expressionistische Malerei oder die Werke der Künstlergruppe Die Brücke interessiert, kann dort Originale von Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde begutachten. Nicht vergessen werden sollte das nahegelegene und erst 2009 eröffnete Emil Schumacher Museum, das in modernem Ambiente den bekannten Vertreter der informellen Kunst huldigt. Klassische Moderne satt, könnte man sagen. Eine Kuriosität unter den städtischen Museen ist das Bunkermuseum Hagen, das, wie der Name schon sagt, in einem solchen untergebracht ist. Eine Zeitreise durch den zivilen Luftschutz der Kriegsjahre ist vielleicht nicht unbedingt angenehm, aber doch sehr aufregend und vor allem lehrreich. In den Wintermonaten vielleicht nicht erste Wahl, aber doch bemerkenswert, ist das LWL-Freilichtmuseum Hagen: Hier können Besucher Handwerk und Technik des 18. Und 19. Jahrhunderts hautnah erleben. In der kalten Jahreszeit werden hier abendliche Winter-Wanderungen angeboten.

Seinem Ruf als Grüne Großstadt wird Hagen jedenfalls gerecht: Mehr als 40 Prozent der Stadtfläche ist bewaldet. Mit Ruhr, Volme, Lenne und Ennepe fließen vier größere Flüsse durch die Stadt. Neben den Wäldern, punktet Hagen auch mit Parks und Grünanlagen in allen seinen Stadtteilen: Der Volkspark mit Brunnen und Konzertmuschel sollte vor allem im Sommer besucht werden, wenn das Sommerkulturprogramm läuft. Der Funckepark ist sehr ruhig und lädt zum Atmen ein. Etwas lebendiger ist der Hamecke-Park, der gern als Veranstaltungsort genutzt wird. Vor allem aber lockt das Umland durch unberührte Natur: Eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet Volmetal zum Beispiel führt ohne Steigung am Fluss entlang und lässt Outdoorfans jeden Großstadtstress vergessen. Es gibt so viel in meiner Heimatstadt zu entdecken, dass ich vermutlich demnächst mit einem weiteren Beitrag auf all das eingehe, was bislang noch nicht erwähnt wurde.

Alexander Peters aus Hagen bringt euch Wege und Orte der Entschleunigung näher. https://alexander-peters.net

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